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Klinik für Innere Medizin I

Leistungsspektrum

Die Klinik für Innere Medizin I verfügt über insgesamt 80 Betten auf 2 peripheren Stationen, einer Kurzliegerstation und der interdisziplinären Intensivstation. In der Abteilung kommen moderne diagnostische Geräte und Behandlungsmethoden zum Einsatz:

  • Invasive kardiologische Diagnostik, interventionelle Koronartherapie, interventionelle PFO- und ASD-Verschlüsse
  • EKG, Langzeit-EKG mit Auswertung der Frequenzvariabilität und ST-Streckenanalyse, Oesophagus-EKG,
  • Langzeitblutdruckmessung
  • Doppler-, Farbdoppler-, Gewebedoppler-, Stress- und transoesophageale Echokardiografie
  • Doppler- und Duplexsonografie der peripheren- und extrakraniellen Gefäße
  • Rechtsherzkatheteruntersuchungen
  • Endo- Myokardbiopsien
  • Lungenfunktionslabor mit Spirometrie, Bodyplethysmografie, Ergospirometrie, Diffusionsmessung, bronchialen Provokationsuntersuchungen, Blutgasanalyse
  • Fiberoptische Bronchoskopie
  • Screeninguntersuchung schlafbezogener Atemstörungen
  • Kreislauffunktionstest mittels Kipptischuntersuchung
  • Implantation von Ein- und Zweikammerschrittmachersystemen, Eventrekordern und automatischen Arrhythmiesystemen
  • Postoperative Schrittmacherkontrolluntersuchungen
  • Sportmedizinische Leistungsdiagnostik und Trainingsberatung

Internistische Intensivstation

Behandlung schwerstkranker Patienten aus allen Teilgebieten der Inneren Medizin mit modernen diagnostischen und intensivtherapeutischen Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit Fachärzten für Anästhesiologie, Viszeralchirurgie, Orthopädie und Neurologie. Zum Einsatz kommen innerhalb des invasiven und nichtinvasiven Monitorings u.a. die Langzeitbeatmung, die nichtinvasive Beatmungstherapie, Nierenersatzverfahren und die Behandlung bradykarder Herzrhythmusstörungen mit passageren Herzschrittmachern.

Behandlungsschwerpunkte der Abteilung:

  • koronare Herzkrankheit
  • entzündliche Erkrankungen des Herzens und der großen herznahen Gefäße
  • Herzrhythmusstörungen
  • angeborene und erworbene Herzklappenerkrankungen und Vitien des Erwachsenenalters
  • Behandlung nach Herzoperationen
  • akute und chronische Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
  • arterielle Hypertonie (Bluthochdruckerkrankungen) und deren Folgeerkrankungen
  • Hypotonie und Kreislauffunktionsstörungen
  • arterielle und venöse Durchblutungsstörungen aller Körperregionen (exklusive Gehirn)
  • Erkrankungen der Atemwege, Lungenparenchym-Erkrankungen, Lungengefäßerkrankungen
  • Tumorerkrankungen der Thoraxorgane

Diagnostik und Behandlung der Schwerpunkte erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Ärzten anderer Fachdisziplinen des Hauses, insbesondere der Abteilung für bildgebende Diagnostik und interventionelle Radiologie, der Abteilung für Viszeral- und Gefäßchirurgie, der Neurologie und dem Zentrallabor.

Linksherzkatheteruntersuchungen und interventionelle Koronartherapie

Echokardiografie (Ultraschall des Herzens)
Mit der Echokardiografie kann das menschliche Herz in seiner Funktion und Struktur beurteilt werden. Die Untersuchung ist nichtinvasiv und kann, völlig ungefährlich, jederzeit wiederholt werden. Man unterscheidet zwischen der transthorakalen und der transösophagealen Echokardiografie.

Transthorakale Echokardiografie
Der Ultraschallkopf wird von außen auf den Brustkorb aufgesetzt. Mit dieser Untersuchung können die Größen der Herzkammern sowie der großen Gefäße (Körperhauptschlagader und Lungenarterie) und die Pumpfunktion des Herzens beurteilt werden.

Multiplane transösophageale Echokardiografie
Diese Ultraschalluntersuchung des Herzens wird nach örtlicher Betäubung vom Oesophagus (Speiseröhre) aus durchgeführt. Damit lassen sich das Herz und Teile der Aorta aus nächster Nähe durch Ultraschall in Schnittbildern darstellen. Anders als bei der transthorakalen Echokardiografie wird die Bildqualität hierbei nicht durch die Rippen, die Muskulatur und das Lungengewebe beeinträchtigt. Damit sind detailreichere Darstellungen bestimmter interessierender Herzabschnitte möglich.

Stress-Echokardiografie
Die Untersuchung dient der Beurteilung der Herzfunktion unter Belastung. Die Belastung kann dabei durch körperliche Bewegung (dynamische Stressechokardiographie), durch Schrittmacherstimulation oder über die kontinuierliche Verabreichung von Medikamenten (pharmakologische Stressechokardiographie) hervorgerufen werden. Diese Methode eignet sich insbesondere bei Verdacht auf regionale Minderdurchblutung des Herzens, wenn andere Methoden keine ausreichende Klärung erlauben oder beispielsweise aufgrund einer Behinderung nicht durchführbar sind.

Farb-Doppler-Echokardiografie
Bei dieser Methode erfolgt eine farbliche Kodierung der Blutströme im Herzen, so dass veränderte Blutströmungen bei Herzklappenfehlern oder Kurzschlussverbindungen zwischen den Herzhöhlen erkannt und hinsichtlich ihres Schweregrades beurteilt werden können.

Gewebedoppler-Echokardiographie
Dieses spezielle Verfahren erlaubt die Erfassung der Myokardfunktion durch Geschwindigkeits-messungen. Die Strain-Rate-Imaging-Technik als Ergänzung der Gewebedopplertechnik gestattet die Darstellung der tatsächlichen Herzmuskelverformung und ihres zeitlichen Verlaufes. Praktische Bedeutung erlangen diese Verfahren u. a. bei der Diagnostik durchblutungsbedingter Läsionen in Kombination mit der Stressechokardiographie und der äußerst präzisen Zeitbestimmung einzelner Phasen eines Herzzyklus, um beispielsweise eine exakte Einstellung bestimmter Zeitintervalle bei Herzschrittmacherträgern zur Therapie bestimmter Former der chronischen Herzinsuffizienz mittels kardialer Resynchronisationstherapie (CRT) vornehmen zu können.

Kontrastechokardiographie
Durchführung der Echokardiographie (transthorakal oder transoesophageal) unter Einsatz von echosignalverstärkenden Substanzen zur Diagnostik von Shunts (Kurzschlussverbindungen zwischen den Herzhöhlen), von Vitien (Herzfehlbildungen), einer verbesserten Endokarderkennung während einer Belastungsuntersuchung und der quantitativen Perfusionsdarstellung (Durchblutungsmessungen).

EKG (Elektrokardiogramm)
Die Ableitung der elektrischen Vorgänge der Herzaktionen erfolgt über die intakte Haut mittels Elektroden. Die erhaltenen Signale werden elektronisch verstärkt, gefiltert und grafisch zur Auswertung aufbereitet. Diese Aufzeichnungen gestatten, Störungen der elektrischen Erregungsbildung und -Ausbreitung im Herzen zu erkennen. Diese stellen für den behandelnden Arzt ein wichtiges Kriterium in der Diagnostik kardio-pulmonaler Erkrankungen, wie z.B. des akuten Herzinfarktes und der Bluthochdruckerkrankung dar und geben darüber hinaus Hinweise auf den Schweregrad bestimmter Herzerkrankungen.

Langzeit-EKG (Holter-EKG)
Kontinuierliche Aufzeichnung des Elektrokardiogramms auf einem Festspeichermedium über einen Zeitraum von vielen Stunden (in der Regel 24 – 48 Stunden) während der normalen Belastung im Stationsalltag oder der Häuslichkeit. Sie ermöglicht die Erfassung von in diesem Zeitraum auftretenden Herzrhythmusstörungen und deren prognostische Einordnung. Sie dient der Kontrolle einer medikamentösen oder interventionellen Behandlung, der Herzschrittmacherprogrammierung, gestattet die Diagnose bestimmter Formen der Angina-pectoris-Symptomatik (Engegefühl im Brustkorb) und erlaubt darüber hinaus eine Risikostratifizierung nach akutem Myokardinfarkt.

Belastungs-EKG (Ergometrie)
Kontinuierliche Aufzeichnung des Elektrokardiogramms und des Blutdruckes während eines standardisierten Belastungsprotokolls auf dem Fahrrad- oder Laufbandergometer. Die computerunterstützte Auswertung der Untersuchungsergebnisse dient zur Feststellung der Belastungsfähigkeit, der Überprüfung einer medikamentösen Blutdruckbehandlung und der Vorfelddiagnostik von Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße.

Langzeit-Blutdruckmessung
Computergestützte Auswertung diskontinuierlicher Messungen des arteriellen Blutdrucks am Oberarm in voreinstellbaren Intervallen über einen Gesamtzeitraum von in der Regel 24 Stunden während der normalen Belastung im Stationsalltag. Anhand dieses Blutdruckprofils kann die Diagnose einer Bluthochdruckerkrankung gestellt und der Erfolg deren medikamentösen Behandlung überprüft werden.

Oesophagus-EKG
Zeitgleiche Ableitung der elektrischen Herzaktivität über einen speziellen Katheter aus der Speiseröhre (nach örtlicher Betäubung) und von der Körperoberfläche zur Diagnostik bestimmter Formen tachykarder (schneller) Herzrhythmusstörungen. Durch diese Voruntersuchung kann sehr viel gezielter die Indikation für eine weiterführende elektrophysiologische Untersuchung in Ablationsbereitschaft (Möglichkeit der interventionellen [nichtoperativen] Behandlung von Rhythmusstörungen mittels Hochfrequenzstrom oder lokaler Kälteanwendung) gestellt werden.

Ergospirometrie
Die Untersuchung ähnelt in ihrer Durchführung der klassischen Ergometrie, gestattet aber über die zusätzlich durchgeführte Analyse der Ein- und Ausatemluft mit speziellen Gassensoren in einer Mund- und Nasenmaske die differenzierte Beurteilung der an der Leistungserbringung beteiligten Organsysteme (Herz, Lunge, Muskulatur) und des Energiestoffwechsels.

Telemetrie
Eine Rhythmusüberwachung unserer Patienten wird außerhalb der Intensivstation durch eine Telemetrieeinheit mit 8 Geräten ermöglicht. Dabei ist die Bewegungsfreiheit des Patienten auf Stationsebene bei gleichzeitiger kontinuierlicher Überwachung der Herzfrequenz mit Alarmfunktion gewährleistet.

Punktionen
Diagnostische Entnahme von Gewebe oder Flüssigkeitsansammlungen zur feingeweblichen und mikrobiologischen Untersuchung oder Entlastungspunktion großer Flüssigkeitsansammlungen im Perikard (Herzbeutel) oder der Pleurahöhle.

Drainagen
Ableitung von Flüssigkeitsansammlungen oder Luft aus Körperhöhlen oder dem Bindegewebe unter Anwendung eines Dauersogs.

Doppler- und Duplexsonografie
Schmerzloses Untersuchungsverfahren zur Diagnostik von Durchblutungsstörungen mittels Ultraschall bei Gefäßerkrankungen, wie der Arteriosklerose, der Thrombose (krankhaft gesteigerte Blutgerinnung) oder bei verschiedenen Formen der Krampfaderleiden.

Schlaflaborscreening
Während des normalen Nachtschlafes wird über die computergestützte Erfassung des Atemflusses, von Schnarchgeräuschen, von Muskelbewegungen, des Herzschlages, der Körperlage und des Sauerstoffgehaltes im Blut die Vorfelddiagnostik schlafbezogener Atemstörungen, wie z.B. des Schlafapnoesyndroms ermöglicht und so die Indikation für weiterführende Untersuchungen in einem akkreditierten Schlaflabor gestellt. Im Schlaflabor einer kooperierenden Fachklinik wird dann die gezielte Behandlung der Erkrankungen eingeleitet und auch weiter durch Spezialisten überwacht.

Rechtsherzkatheter
Nicht immer ermöglichen nichtinvasive Untersuchungsmethoden wie EKG oder Echokardiografie eine für die Einleitung einer bestimmten Behandlung ausreichend sichere Beurteilung der vorliegenden Herzerkrankung.

Mit der Rechtsherzkatheteruntersuchung (auch Einschwemm­katheter­untersuchung), einer sog. semi­invasiven Methode, können durch Einschwemmung eines Swan-Ganz-Ballonkatheters mit dem Blutstrom in die Lungenstrombahn durch Druckregistrierung in den passierten Abschnitten des rechten Herzens und der Messung des Herzzeitvolumens mittels Indikatorverdünnungstechnik in Ruhe und während körperlicher Belastung (auf dem Fahrradergometer) im Liegen präzise Aussagen zur zentralen Hämodynamik gemacht werden. Im Ergebnis der Untersuchung kann das weitere therapeutische Vorgehen geplant oder die bereits eingeleitete Behandlung auf ihre Effizienz überprüft werden.

Myokardbiopsie
Über einen zentralen Venenzugang in der Leiste oder der seitlichen Halspartie erfolgt nach lokaler Betäubung unter Röntgenkontrolle die Entnahme einzelner, etwa stecknadelkopfgroßer Gewebeproben aus der rechten Hauptkammer des Herzens zur feingeweblichen und immunologischen sowie mikrobiologischen Untersuchung in Speziallabors.

Bronchoskopie
Die Bronchoskopie ist eine endoskopische Untersuchung der großen Atemwege mit einem flexiblen Gerät mit der Möglichkeit einer Sekret- und Gewebeentnahme zur weiteren Untersuchung.

Spirometrie
Registrierung und Messung der ventilatorisch mobilisierbaren Atemvolumina.

Bodyplethysmographie
Lungenfunktionsdiagnostik zur Bestimmung der gesamten Luftmenge im Brustkorb zum Zeitpunkt der Messung und zur Berechnung des Atemwegswiderstandes. Die Aussagefähigkeit der Untersuchung wird bei bestimmten Fragestellungen durch den Einsatz von Stoffen zur Provokation von Atemwegsreaktionen und Überprüfung der Wirksamkeit von Medikamenten zur Erweiterung der kleinen Atemwege noch gesteigert.

Ambulanzsprechstunde

Sprechstunden im Rahmen einer Ermächtigungsambulanz.
Vor- und nachstationäre Sprechstunde.
Termine nach Vereinbarung.

Weiterbildung

Für die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin nach alter Musterweiterbildungsordnung liegt zusammen mit der Klinik für Innere Medizin II (Fachbereich Gastroenterologie, Diabetologie, Nephrologie, Rheumatologie und Infektionskrankheiten) eine Weiterbildungsbefugnis vor. Eine umfassende Ausbildung wird durch ein Rotationsverfahren sichergestellt.

Es besteht ferner eine Weiterbildungsermächtigung für die Innere Medizin im Rahmen der Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin und zum Facharzt für Arbeitsmedizin.

Famulanten der Medizin und Ärzte im praktischen Jahr sind uns im Rahmen unserer Ausbildungsverpflichtung als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Rostock stets herzlich willkommen.